Solingen, Deutschland

Die Ratten und das Federvieh

unterm dach, da hocken sie

die ratten und das federvieh

sie nähren sich von staub und dreck

vortrefflich ist ihr dachversteck

 

doch nachts, ja nachts, da kommen sie

herunter, gierig wie noch nie

verlieren speichel auf den stufen

klappern mit den kleinen hufen

 

suchen kinder zum verspeisen

suchen koffer zum verreisen

speisen mit silberbesteck

und setzen sich aufs couch‘ge eck

 

sie schauen fern

sie naschen gern

sie rülpsen wie die großen tiere

waschen niemals alle viere

 

rufen sich die polizei

zernagen derer 2 und 3

sie sind gefürchtet und verachtet

wer‘n als abartig betrachtet

 

doch das macht ihnen nichts aus

besetzen einfach jedes haus

verwüsten alles, machen ‘s klein

und leben wie des saues schwein

 

dann zieh‘n sie weiter richtung dach

und machen sich zum schlafen flach

am nächsten tage sind sie weg

vielleicht bei dir, im dachversteck, oh schreck!

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